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Grundsätzlich unterscheidet man heute stationäre und ambulante Kinderhospize/Kinderhospizdienste. In stationären Einrichtungen können Kinder mitsamt ihrer Familien wiederkehrend Aufenthalte verbringen.

Wichtig zu erwähnen ist ebenfalls, dass die Hospizarbeit sich nicht nur auf die letzte Phase der Erkrankung bezieht sondern ab dem Zeitpunkt geleistet wird, an dem eine lebensverkürzende Krankheit diagnostiziert wird. Dies schließt nicht nur das betroffene Kind ein, sondern ebenfalls die zugehörige Familie.

 

Durch die Pflege entlasten Hospizdienste betroffene Familien und in den dafür vorgesehenen Einrichtungen ergibt sich die Möglichkeit andere Familien und Kinder in ähnlichen Lebensumständen kennenzulernen und sich auszutauschen.

 

Da der Aufenthalt in stationären Kinderhospizen zeitlich begrenzt ist, wurde schnell deutlich, dass ein großer Bedarf an ambulanten Kinderhospizdiensten besteht. Die Entwicklung ging allerdings zunächst nur sehr schleppend voran und im Jahr 2004 gab es erst sechs ambulante Kinderhospizdienste.

Seitdem verläuft die Entwicklung zwar in eine positive Richtung, allerdings ist noch immer keine einheitliche ausreichende bundesweite Abdeckung erreicht. Gut deutlich wird dies durch die Veröffentlichung von aktuellen Zahlen durch den Deutschen Hospiz- und PalliativVerband e.V. im Jahr 2016. So gab es zu diesem Zeitpunkt in ganz Deutschland nur 14 stationäre Hospize für Kinder. Erschreckend ist die Anzahl von dem bundesweiten Durchschnitt von 1,8 Betten in Kinderhospizen pro 1 Mio. Einwohner. Hier muss die Entwicklung dringend schneller voranschreiten um den Kindern eine angemessene Begleitung und Pflege zukommen zu lassen.